Datenkommunikation

Die Datenübertragung trägt weitgehend zur Effizienz und Sicherheit der Operationen vor Ort bei (Fahndung nach vermissten Personen, Identifizierung von Kennzeichen usw.). ASTRID sichert Ihnen schnelle und präzise Datenübertragungen zu, damit Sie Text- und Bilddaten, wie Pläne, Skizzen, Fotos, Berichte usw., zuverlässig übermitteln können.

Um zu verhindern, dass das Funknetz durch Sprachkommunikationen überlastet wird, besteht die Möglichkeit, wiederkehrende operative Benutzersituationen (z.B. "unterwegs", "angekommen", "frei" usw.) auf einfachen Tastendruck am Funkgerät zu melden.

Zustandsberichte  

Ein Zustandsbericht (auch Status genannt) ist ein vordefinierter Kode, der einer bestimmten, sich wiederholenden Benutzersituation entspricht ("zum Beispiel "unterwegs", "angekommen", "frei", "Mahlzeit" usw.). Diese Kode können an einen einzelnen Abonnenten oder an eine Gruppe übertragen werden, doch sind sie in erster Linie dazu gedacht, die Meldezentrale zu informieren. Die Zustandsberichte werden mit Hilfe einer einfachen Tastenkombination am Funkgerät übermittelt.

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SDS Typ 1 und 4  

Das Funkkommunikationsnetz ermöglicht die Übertragung und Speicherung kleiner freier Textmeldungen bis zu 120 Zeichen (Short Data Service, abgekürzt SDS). Bei Empfang einer SDS-Nachricht sendet das Funkgerät dem Absender eine Empfangsbestätigung zu und gibt ihm damit zu verstehen, dass der Benutzer benachrichtigt wurde. Eine solche Nachricht kann an einen einzelnen Abonnenten oder an eine Gruppe gesendet werden.

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SDS-TL  

Hierbei handelt es sich um eine besondere Form der Kurznachricht, über die ein Anwenderprogramm regelmäßig Informationen mit einer Zentrale, zum Beispiel einem AVL-Terminal (Automatic Vehicle Location), austauschen kann, das regelmäßig GPS-Daten von einem Funkgerät an eine Zentrale (zum Beispiel die provinziale Meldezentrale) überträgt, um die Position auf einer elektronischen Landkarte anzuzeigen.

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Packet Data oder paketweise (lange) Datenübertragungen - Single Slot  

Das Funkkommunikationsnetz ermöglicht die paketweise Datenübertragung von einem Abonnenten zu einem anderen. Diese Funktion kommt beispielsweise bei der Befragung von Datenbanken über ein mobiles Terminal zur Geltung. Auf diese Weise können auch E-Mails mit Dateianhängen (Skizzen, Zeichnungen, Plänen, Karten, Text oder sonstigem) gesendet und empfangen werden. Das Funkgerät fungiert in diesem Fall als "Datenträger" und ist als Teil eines TCP/IP-Netzes zu betrachten. Die Zuteilung von IP-Adressen im Funkkommunikationsnetz erfolgt dynamisch und automatisch. Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt 7.2 Kbps. Durch Datenkomprimierung auf Ebene der Anwenderprogramme lässt sich die Nutzung dieser Kapazität zugunsten aller Abonnenten optimieren.

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Status/SDS simultan mit Sprachkommunikation  

Besteht aus dem Versenden oder Empfangen von Kurzdatennachrichten (Status oder SDS) bei gleichzeitiger Sprachkommunikation von einem Funkgerät aus. Diese Funktion ist gegenwärtig nur zum Versenden und Empfangen von Zustandsberichten verfügbar.

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Packet Data simultan mit Sprachkommunikation  

Besteht aus dem Versenden oder Empfangen langer Datenübertragungen (Packet Data) bei gleichzeitiger Sprachkommunikation von einem Funkgerät aus. Diese Funktion ist noch nicht verfügbar.

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Kurznummern  

Mit Hilfe von Kurznummern lässt sich eine Rufnummer über eine Kurzadresse oder Kurznummer - statt der vollständigen Adresse - wählen. Die Rufnummern im ASTRID-Netz sind so strukturiert, dass die Rufnummern zweier Benutzer eines selben Dienstes sich nur jeweils durch die zwei oder drei letzten Ziffern unterscheiden. Auf diese Weise ist es möglich, einen Einzelruf durch einfache Wahl einer Kurzadresse zu tätigen, die lediglich aus zwei oder drei Ziffern besteht. Die vollständige Rufnummer setzt sich aus sieben Ziffern zusammen und hat eine logische Struktur. Die erste Ziffer identifiziert den jeweiligen Dienst (Lokalpolizei, Feuerwehr, Föderalpolizei usw.), die beiden folgenden Ziffern bezeichnen die Provinz und den Bezirk, die beiden nächsten Ziffern geben die Gemeinde an. Erst die beiden letzten Ziffern identifizieren den eigentlichen Benutzer. Diese Struktur wurde auf Beschluss des beratenden Ausschusses der ASTRID-Benutzer festgelegt, in dem alle künftigen Benutzerdienste vertreten sind.

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