Wissenschaftliche Forschung

  1. Netze für mobile Telekommunikation: Grund zur Sorge
  2. Elektromagnetische Wellen
  3. Welche Auswirkungen haben elektromagnetische Wellen auf den menschlichen Körper?
  4. Welche Auswirkungen haben elektromagnetische Wellen auf Elektrogeräte? 
  5. Konzept und Ausbau des ASTRID-Netzes
  6. Die dreifache Selbstverpflichtung von ASTRID 
  7. Fazit: es gibt nicht den gringsten Grund zur Sorge 


1. Netze für mobile Telekommunikation: Grund zur Sorge?  

1.1. Information

Immer wieder melden sich besorgte Anwohner bei ASTRID, wenn ein Sendemast oder eine Antenne in ihrer Nähe aufgestellt werden soll. Dabei geht es meist um folgende Fragen: Wie wirkt sich diese Anlage auf die Gesundheit aus? Warum müssen noch mehr Sendemasten aufgestellt werden? Warum muss der Mast gerade an dieser Stelle zu stehen kommen?

Um ein derartiges Thema mit Sachverstand beurteilen zu können, bedarf es erst einmal einer umfassenden und fundierten Information. Hierzu möchte ASTRID natürlich beitragen, und erfreulicherweise ist festzustellen, dass bereits diverse akademische und wissenschaftliche Einrichtungen, Aufsichtsbehörden und Telekommunikationsbetreiber Informationen zu dieser Thematik anbieten.

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1.2. Wozu ein neues Kommunikationsnetz?

ASTRID hat den Auftrag, die Probleme, die bei der Kommunikation zwischen Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten auftreten können, aus der Welt zu schaffen. Die Einrichtung eines neuen landesweiten Funkkommunikationsnetzes für die belgischen Rettungs- und Sicherheitsdienste war dringend notwendig, weil die bisherige Infrastruktur immer schneller veraltete. Im Notfall müssen die Rettungskräfte schnell an den richtigen Einsatzort gelangen und ohne jedes Hindernis zusammenarbeiten und kommunizieren können. Über ASTRID verläuft die Kommunikation jetzt schneller und zuverlässiger, so dass Missverständnisse vermieden und kostbare Minuten gewonnen werden.

Wie unverzichtbar ein effizientes Funkkommunikationssystem ist, haben einige dramatische Ereignisse in aller Deutlichkeit gezeigt:

Die Anzahl der Todesopfer beim Heizeldrama von 1985 (39) hätte vielleicht geringer ausfallen können, wenn die Polizei ein modernes und leistungsstarkes Kommunikationssystem besessen hätte. Die Rettungsaktionen bei dem Massenauffahrunfall auf der E17 bei Nazareth (1996), bei dem 10 Menschen ums Leben kamen und 56 Personen verletzt wurden, oder auch bei der Feuerwerksexplosion im holländischen Enschede (2000), die 22 Todesopfer und Hunderte Verletzte forderte, verliefen nicht optimal. Die Ermittlungen ergaben, dass die Funkkommunikation zwischen den Rettungs- und Sicherheitsdiensten unzulänglich war und den Einsatz der Rettungskräfte behinderte.

In Belgien muss das ASTRID-System nun die reibungslose Zusammenarbeit aller Rettungs- und Sicherheitsdienste gewährleisten, dank zahlreicher Vorteile, wie Gruppenruf, landesweite Funkdeckung, schneller Verbindungsaufbau, großer Sende- und Empfangsbereich, hohe Kapazität in Krisensituationen sowie Sicherheit und Vertraulichkeit. ASTRID bedeutet also höhere Effizienz bei Rettungseinsätzen und mehr Sicherheit für die gesamte Bevölkerung, auch in Ihrer Gemeinde oder Region.

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2. Elektromagnetische Wellen  

Die Funkkommunikation zwischen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten mittels ASTRID-Endgeräten findet durch Aussendung elektromagnetischer Wellen über die Antennen des ASTRID-Netzes statt. Nun müssen wir als Erstes wissen, worin diese Wellen genau bestehen und welche Auswirkungen sie möglicherweise auf den menschlichen Körper haben.

Damit Sie den Kontext besser verstehen, möchten wir Ihnen zwei Überlegungen nahebringen:

Erste Überlegung : elektromagnetische Wellen sind überall in unserer Umgebung vorhanden

Wir alle sind tagtäglich elektromagnetischen Wellen aus natürlichen und künstlichen Strahlenquellen ausgesetzt, denn auch sichtbares Licht und Infrarot-Strahlung sind nichts weiter als elektromagnetische Wellen.

Jedes Elektrogerät sendet elektromagnetische Wellen aus. So sind wir eigentlich fast ständig den Strahlen unterschiedlichster Geräte ausgesetzt, ob zu Hause oder am Arbeitsplatz: Haartrockner, Kaffeemaschine, Staubsauger, Computer, Radio, Fernseher, doch ebenso Radio- und Fernsehsender, Handys, Radaranlagen, Hochspannungsleitungen und so weiter.

Natürlich erzeugen auch ASTRID-Funkgeräte elektromagnetische Wellen.

Zweite Überlegung : die Stärke der elektromagnetischen Wellen nimmt sehr schnell ab, je mehr sie sich von der Strahlungsquelle entfernen

Elektromagnetische Wellen sind mit den Wellen zu vergleichen, die entstehen, wenn man einen Stein ins Wasser wirft. Die Wellen dehnen sich immer weiter aus und verlieren dabei an Stärke

Elektromagnetische Wellen kennzeichnen sich durch bestimmte physikalische Eigenschaften, wie Frequenz (Wellenlänge), Stärke und Energie. Elektromagnetische Wellen haben unterschiedliche Auswirkungen auf biologische Systeme, wie Zellen, Pflanzen, Tiere oder den Menschen. Wie sich eine elektromagnetische Welle auf einen lebenden Organismus auswirkt, hängt von der Frequenz und der Stärke der Strahlung ab.

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3. Welche Auswirkungen können elektromagnetische Wellen auf den menschlichen Körper haben?  

Übersicht der Auswirkungen elektromagnetischer Wellen auf lebende Organismen

3.1. Ionisation

Einige Geräte erzeugen elektromagnetische Wellen niedriger Frequenz (Elektrogeräte), andere hingegen elektromagnetische Wellen hoher Frequenz (Geräte für mobile Telekommunikation). All diese Geräte haben jedoch eines gemein: sie senden eine "nichtionisierende Strahlung" aus.

Dies bedeutet, dass die Energie, die durch diese Art von elektromagnetischen Wellen entsteht, keine strukturellen Änderungen (Ionisation) in lebendem Gewebe hervorrufen kann. Ihre Energie ist nicht "stark" genug, um inter- und intramolekulare Verbindungen im Gewebe von Lebewesen aufzubrechen, ja nicht einmal inter- und intraatomare Verbindungen. Die elektromagnetischen Wellen, die ASTRID benutzt, verursachen also keine Ionisation.

Ionisierende Wellen entstehen erst bei einer Frequenz, die Millionen Mal höher als die Telekommunikationsfrequenzen von ASTRID liegt. Eine ionisierende Strahlung ist beispielsweise das Sonnenlicht. Sonnenlicht enthält ionisierende Wellen (z.B. UV-Strahlen), die sehr wohl strukturelle Änderungen in inter- und intramolekularen Verbindungen auslösen und somit beispielsweise Hautkrebs verursachen können.

3.2. Thermische Einwirkungen

Die Energie elektromagnetischer Wellen wird von Molekülen aufgenommen. Bei lebenden Organismen kann dies zu einer Erwärmung des Gewebes führen. Man spricht in diesem Zusammenhang von den thermischen Einwirkungen der elektromagnetischen Wellen. Die Erwärmung des Gewebes ist ein natürliches Phänomen, das beispielsweise auch dann auftritt, wenn wir Sport treiben oder uns sonnen. Unser Körper verfügt jedoch über ein eigenes Temperaturregelungssystem, das gegen übermäßige Erwärmung ankämpft. Um den Menschen vor einem gefährlichen Anstieg der Körpertemperatur zu schützen, den der Körper nicht mehr von alleine ausgleichen könnte, muss die Stärke der elektromagnetischen Wellen unterhalb bestimmter Grenzwerte bleiben. Mehrere internationale Organisationen (Weltgesundheitsorganisation, Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung CENELEC u.a.m.) haben Grenzwerte vorgeschrieben, unter Berücksichtigung einer sehr großen Sicherheitsmarge, um die gesamte Bevölkerung - auch besonders empfindliche Personen - zu schützen. In einem Abstand von über 5 Metern zur Antenne eines ASTRID-Sendemastes liegt die gemessene Stärke oben an der Spitze eines ASTRID-Mastes unterhalb der Grenzwerte. Aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen, die ASTRID beim Aufstellen einer Antenne trifft, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass sich Menschen innerhalb der Gefahrenzone aufhalten.

Beispiel: ASTRID-Basisstation mit 3 TETRA-Sendern und einem 30 m hohen Mast (+ 3 m Höhe für die Sendeantenne)

Zonen (vertikale Schnittebene), in denen die elektromagnetische Strahlung den Grenzwert überschreitet . Diese Zone entspricht in etwa einem 3 m hohen Zylinder und einem Radius von ca. 5 m. In einer Höhe von 30 Metern oder mehr hält sich natürlich kein Mensch in der kritischen Zone auf.

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3.3. Nichtthermische Folgen

Gewisse Experimente deuten darauf hin, dass nichtionisierende elektromagnetische Wellen noch andere Folgen haben können, nämlich nichtthermische Folgen. In Wissenschaftskreisen gelten diese nichtthermischen Folgen jedoch als nicht sehr glaubwürdig. Es gibt bisher keine einzige wissenschaftliche Studie, die derartige Folgen nachgewiesen hätte. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wünscht jedoch letzte Klarheit bezüglich der nichtthermischen Folgen und verlangt deshalb weitere wissenschaftliche Untersuchungen. Bis die Ergebnisse dieser Studien vorliegen, ist die strikte Einhaltung der bisherigen Empfehlungen der beste Schutz.

Die Wellen, die von ASTRID-Antennen ausgehen, sind keine neue Erfindung. Es handelt sich hier einfach um einen bestimmten Frequenzbereich (bei ASTRID zwischen 380 und 400 MHz), der den Rettungs- und Sicherheitsdiensten in Europa vorbehalten ist. Diese und andere Frequenzen sind bereits seit Jahrzehnten in Gebrauch, und dies in einer Stärke, die weit über die Leistung der ASTRID-Antennen hinausgeht. Die bisherige Funkapparatur der Rettungs- und Sicherheitsdienste, die mittelfristig vollständig von ASTRID ersetzt werden wird, sind schon mehrere Jahrzehnte lang in einem ähnlichen Frequenzbereich und mit gleicher oder höherer Leistung als die ASTRID-Geräte im Einsatz. Ein normaler FM-Radiosender strahlt mit einer bis zu 1.000 Mal höheren Leistung aus. Bei einem Fernsehsender ist die Leistung sogar bis zu 10.000 Mal höher.

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4. Welche Auswirkungen haben elektromagnetische Wellen auf Elektrogeräte? 

Schließlich bleibt noch eine andere Art von Auswirkungen von elektromagnetischen Wellen zu erwähnen, nämlich die auf elektrische und elektronische Geräte. Man spricht dabei meistens von Interferenzen oder Funkstörungen. Eine Interferenz ist meist auf ein mangelhaftes Konzept des betreffenden Geräts zurückzuführen, das dann störanfällig ist. Dies gilt für zahlreiche ältere und auch neuere Modelle, die den europäischen Richtlinien über elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) nicht entsprechen. Dadurch sind diese Geräte besonders störungsempfindlich. In Krankenhäusern und Flugzeugen ist das Einschalten von Handys verboten, da die Folgen einer eventuellen Funkstörung für die vorhandenen elektrischen und elektronischen Apparate verheerend sein könnten. Das Einschaltverbot ist natürlich eine billigere und einfachere Lösung als die Funkentstörung der betreffenden Apparate. Personen mit Herzschrittmacher müssen ebenfalls vorsichtig sein (es empfiehlt sich, das Handy mindestens 15 cm vom Implantat entfernt zu halten). Dieselben Vorsichtsmaßnahmen sollten natürlich auch bei ASTRID-Handfunkgeräten eingehalten werden. Bei der Aufstellung von Antennen werden Vorkehrungen getroffen, um Funkstörungen zu vermeiden. In diesem Zusammenhang sei bemerkt, dass Funkstörungen meist durch das Handy und nur in seltensten Fällen durch den Sendemast verursacht werden. Dies erklärt auch, warum auf den Dächern zahlreicher Krankenhäuser trotzdem Sendemasten aufgestellt werden dürfen.

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5. Konzept und Ausbau des ASTRID-Netzes  

5.1. Ein Netz, das auf Krisensituationen eingestellt ist

Der Ausbau des ASTRID-Netzes verläuft nach strengen rechtlichen Auflagen , und zwar aufgrund des Gesetzes vom 8. Juni 1998 (Belgisches Staatsblatt vom 13. Juni 1998) über die Funkkommunikation der Rettungs- und Sicherheitsdienste, aufgrund des Betreibervertrags zwischen der ASTRID AG und dem belgischen Staat sowie aufgrund städtebaulicher Verordnungen.


In dem öffentlichen Auftrag, der dem Bau des ASTRID-Netzes zu Grunde liegt, ist ganz präzise festgehalten, welche Mobilfunkdeckung dem Benutzer (z.B. Polizei- oder Feuerwehrkräften) innerhalb der belgischen Landesgrenzen zur Verfügung stehen muss.

Das Antennennetz ist so ausgelegt, dass dort, wo Rettungs- und Sicherheitshilfskräfte am häufigsten zum Einsatz kommen und der Kommunikationsbedarf folglich am größten ist, eine einwandfreie Funkdeckung gewährleistet ist. Dies bedeutet, dass die meisten Basisstationen im Stadtkern installiert werden müssen . Das ASTRID-Netz muss stets maximale Kapazität und Zuverlässigkeit bieten, damit die Rettungs- und Sicherheitsdienste auch im Katastrophenfall sofort miteinander kommunizieren können.
Für einen Feuerwehrmann, einen Polizisten oder einen Rettungsarzt ist es äußerst wichtig, überall kommunizieren zu können. Auch in Ihrer Nähe.

5.2. Woraus besteht das ASTRID-Netz?

Das ASTRID-Netz umfasst etwa 500 Basisstationen. Eine Basisstation besteht aus einem Pylon oder Mast, auf dem Antennen installiert sind. Nach Möglichkeit wird die Antenne sogar direkt auf eine bestehende Infrastruktur aufgesetzt. Die meisten Basisstationen haben 3 Antennen: 1 Sendeantenne und 2 Empfangsantennen. Am Fuß des Pylonen oder Mastes ist ein so genannter Shelter angebaut, d.h. ein kleiner Technikraum, in dem unter anderem die Sende- und Empfangsapparatur untergebracht ist.

Die Basisstationen ermöglichen Funkkommunikationen. Sie fangen das vom Endgerät eines Benutzers ausgehende Funksignal auf und senden es über eine Schaltzentrale weiter an eine andere (oder dieselbe) Basisstation, von wo aus das Signal erneut an das Endgerät des anderen Benutzers ausgesendet wird.

Bei den ASTRID-Antennen handelt es sich überwiegend um Rundstrahler (das Signal wird mit gleicher Stärke in alle Richtungen ausgesendet). In einigen Fällen setzt ASTRID auch Richtantennen ein. Damit diese Antennen einwandfrei funktionieren, müssen sie hoch und frei stehen. Hierzu werden sie auf einen Pylon oder einen kleinen Mast auf dem Dach eines hohen Gebäudes installiert. Da ASTRID ein Funkkommunikationsnetz für Rettungs- und Sicherheitsdienste ist, sollten die Standorte vorzugsweise gesichert sein (z.B. auf einem Polizeigebäude oder auf Militärgelände). Wenn es nicht anders machbar ist, entscheidet man sich für einen Standort außerhalb der gesicherten Zonen. Die Antennen senden mit einer geringfügig höheren Leistung (10 W) als die mobilen und tragbaren Endgeräte, die eine Höchstleistung von 3 W oder 1 W erreichen. Die Leistung ist also sehr begrenzt im Vergleich zu anderen Sendern, wie beispielsweise Fernsehsendern, deren Leistung bis zu 10.000 Mal höher liegt. Zudem nimmt die Wellenstärke sehr stark ab, sobald man sich von der Basisstation entfernt. Bei Rundstrahlern ist diese Verminderung der Strahlungsstärke noch deutlicher als bei Richtantennen.

  • Möglichst wenige Standorte.
    Aus Sorge um die Umwelt und das landschaftliche Erscheinungsbild, doch auch aus finanziellen Gründen (ein ASTRID-Standort und gewiss ein neuer Sendemast stellen nämlich stets eine erhebliche Investition dar) stellt ASTRID Antennen nur dort auf, wo sie auch wirklich notwendig sind. Dabei werden selbstverständlich alle Sicherheitsnormen, die Gesetzesvorschriften, die Bauordnung und die Gesundheitsvorschriften eingehalten. ASTRID muss sich aber auch nach den Anforderungen der Rettungs- und Sicherheitsdienste richten und dafür Sorge tragen, dass die Netzabdeckung an jedem nur denkbaren Einsatzort der Rettungs- und Sicherheitsdienste gewährleistet ist.
  • Der Aufbau einer Basisstation in 3 Phasen
    Aus Sorge um die Umwelt und das landschaftliche Erscheinungsbild, doch auch aus finanziellen Gründen (ein ASTRID-Standort und gewiss ein neuer Sendemast stellen nämlich stets eine erhebliche Investition dar) stellt ASTRID Antennen nur dort auf, wo sie auch wirklich notwendig sind. Dabei werden selbstverständlich alle Sicherheitsnormen, die Gesetzesvorschriften, die Bauordnung und die Gesundheitsvorschriften eingehalten. ASTRID muss sich aber auch nach den Anforderungen der Rettungs- und Sicherheitsdienste richten und dafür Sorge tragen, dass die Netzabdeckung an jedem nur denkbaren Einsatzort der Rettungs- und Sicherheitsdienste gewährleistet ist.


Der Aufbau einer Basisstation in 3 Phasen

In Wirklichkeit erfordert der Aufbau einer kompletten Basisstation Dutzende von Schritten und mehrere Monate - wenn nicht Jahre - Arbeit. Um den Aufbau verständlicher zu machen, haben wir uns hier auf die 3 wichtigsten Phasen beschränkt.

  1. Bei der Suche nach geeigneten Standorten für die Basisstation untersucht ASTRID zunächst, welche funkelektrische Deckung benötigt wird. Die Suche beginnt mit einer Vorauswahl von Standorten nach technischen, optischen und ökologischen Gesichtspunkten. Dabei erhalten bestehende Masten stets den Vorzug. Die Antennen werden meist auf einem Mast oder einem Gebäude installiert, damit sie frei stehen und die Funkwellen sich somit besser ausbreiten. Hierdurch gewinnt die Kommunikation der Rettungs- und Sicherheitsdiensten an Qualität. Jede Antenne muss in einem Umkreis von nur wenigen hundert Metern um den theoretischen idealen Standort aufgestellt werden. Unter Berücksichtigung dieses Spielraums wird dann der geeignete Standort ermittelt, der dem theoretischen idealen Standort am nächsten liegt.
  2. Nach der Standortwahl können die Verhandlungen mit dem Eigentümer des Geländes beginnen. Als Aktiengesellschaft öffentlichen Rechts mit gemeinnützigem Dienstleistungsauftrag arbeitet ASTRID eng mit den lokalen und regionalen Behörden sowie mit der Gebäuderegie zusammen, die ihre Grundstücke zur Verfügung stellt.
  3. Nach Abschluss der Verhandlungen wird eine Baugenehmigung beim zuständigen Amt beantragt. In jeder Region ist die Erteilung einer Baugenehmigung bestimmten Kriterien, Einschränkungen und strikt einzuhaltenden Verfahren unterworfen. Bei einigen Arten von Anlagen kann die Bevölkerung in einer öffentlichen Untersuchung Informationen über die geplanten Anlagen einholen und eventuelle Einwände bei den kommunalen Behörden einreichen. Die Kriterien für die Erteilung einer Antennenbaugenehmigung beziehen sich übrigens hauptsächlich auf ästhetische und bauliche Aspekte sowie auf den Gemeinnutzen. Die regionalen Behörden überprüfen inzwischen auch die gesundheitlichen Aspekte und wachen über die Einhaltung des Königlichen Erlasses vom 29. April 2001 über die Normung von Sendemasten mit elektromagnetischen Wellen zwischen 10 MHz und 10 GHz

5.3. Welche Folgen hat die Verweigerung eines Mastes?

Die ASTRID-Antennen sind untereinander verbunden und bilden geschlossene Schleifen, um die Redundanz zu maximieren. Wenn also eine einzige Antenne innerhalb des Netzes verweigert wird, bleibt die Schleife offen, und das Funknetz kann nicht in Betrieb genommen werden. Die Nichtaufstellung eines Mastes wirkt sich jeweils auf eine gesamte Provinz aus. Um eine einwandfreie Funkdeckung bieten zu können, empfiehlt ASTRID bestimmte Standorte in oder nahe der Stadtkerne. Wird ein Aufstellungsort verweigert, beantragt ASTRID bei der betreffenden Behörde einen anderen Standort innerhalb des vorgeschriebenen Umkreises. In einem solchen Fall schlägt die Behörde dann meist ein weit vom Stadtkern entlegenes Randgebiet vor. Hierdurch aber wird das Funksignal in den eigentlichen Einsatzzonen (Stadtzentren) schwächer. Wenn in einem bestimmten Umkreis kein anderer Standort zu finden ist, bedeutet dies, dass entweder eine Lücke in der Funkdeckung entsteht oder unter Umständen andere Standorte im Netzplan verlegt werden müssen und dadurch an anderer Stelle Lücken entstehen.

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6. Die dreifache Selbstverpflichtung von ASTRID  

6.1. Sicherheit und Gesundheit

ASTRID hält sich beim Netzausbau strikt an die Sicherheits- und Gesundheitsnormen und plant in den meisten Fällen zusätzliche Sicherheitsmargen ein. Die Vorschriften der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Empfehlungen des Europäischen Komitees für elektrotechnische Normung (CENELEC) sowie des Europäischen Normungsinstituts für Telekommunikation (ETSI) basieren auf wiederholbaren wissenschaftlichen Studien.

Selbstverständlich befolgt ASTRID auch sämtliche Rechts- und Gesetzesbestimmungen.

6.2. Optimierung der Technologie

ASTRID beachtet nicht nur die amtlichen Empfehlungen, sondern konzipiert ihr Netz zudem so, dass die erforderliche Netzabdeckung mit der geringstmöglichen Anzahl Antennen erreicht wird. Ferner wendet ASTRID die neuesten Techniken an, um die Stärke der elektromagnetischen Wellen herabzusetzen. In diesem Sinne sorgt ASTRID. außerdem dafür, dass das Netz zu keinem Zeitpunkt mit mehr Sendern (mehr Leistung) sendet, als dies bei der jeweils zugeschalteten Benutzerzahl erforderlich ist. Die Höchstleistungen, die weit unter den Sicherheitsgrenzwerten liegen, werden also nur zu Spitzenlastzeiten im Netzverkehr erreicht.

6.3. Raumordnung

Des Weiteren verpflichtet sich ASTRID, die ästhetische Beeinträchtigung durch ihre Antennen nach bester Möglichkeit einzuschränken. So entscheidet man sich vorzugsweise für Standorte, an denen die Antennen keine nennenswerten Auswirkungen auf das Landschaftsbild haben, wie beispielsweise in Gewerbezonen, an Industriegebäuden, auf Wassertürmen usw.

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7. Fazit: es gibt nicht den geringsten Grund zur Sorge  

Wellen (Strahlung) sind ohnehin überall in unserem Alltag vorhanden. Was die Gesundheit anbelangt, stellt ASTRID also kein erhöhtes Risiko dar. An allen Stellen, die öffentlich zugänglich sind, bleibt die Stärke der von ASTRID-Anlagen ausgesendeten elektromagnetischen Wellen weit unter den zulässigen Expositionsgrenzwerten. In einer Entfernung von mehr als 5 Metern zur ASTRID-Antenne liegt die gemessene Stärke ganz klar unter den Grenzwerten, und da diese Antenne in großer Höhe (auf einem mindestens 30 Meter hohen Mast) und freistehend (auf einem Mast oder Dach) aufgestellt ist, kann sich praktisch kein Mensch in kritischen Zonen mit höheren Werten aufhalten. Demzufolge ist festzuhalten, dass für Menschen, die in der Nähe eines ASTRID-Standortes wohnen oder arbeiten, keinerlei Gesundheitsgefahr besteht.

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