Sprachkommunikation

Sie können mit einem Kollegen allein, mit einem Team, einem Funkdienstleiter, einem anderen Dienst oder einem Anschlussinhaber des öffentlichen Telefon- oder Mobilfunknetzes in Kontakt treten. Die Kommunikationsfähigkeit hängt dabei von den in Ihrem Dienst festgelegten Gesprächsgruppen und Zugriffsrechten ab. Je nach Art der Endapparatur bietet ASTRID Ihnen vielfältige Sprachkommunikationsmöglichkeiten.

Einzelruf  

Wählt der Benutzer die individuelle Rufnummer einer anderen Person, tätigt er einen Einzelruf, d.h. ein vertrauliches Gespräch zwischen zwei Personen im ASTRID-Netz. Bei dem Gesprächspartner kann es sich um einen Funkdienstleiter, einen Abonnenten des ASTRID-Funkkommunikationsnetzes, einen Anschlussinhaber des öffentlichen Telefonnetzes oder einen Anschlussinhaber des GSM-Mobilfunknetzes handeln.

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Einzelruf im Semiduplex    

Die Kommunikationspartner sprechen jeweils abwechselnd, indem sie die Taste "push-to-talk" drücken.

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Einzelruf im Direktmodus    

Der Benutzer ruft einen anderen Benutzer des ASTRID-Netzes an, ohne dass dieser abheben muss, um den Anruf entgegenzunehmen. Sobald der Anrufer spricht, kann der Anrufempfänger ihn hören.

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CLIP (Calling Line Identification Presentation)  

Identifizierung des Anrufers, sofern dieser es wünscht. Die Umsetzung der Abonnentennummer in alphanumerische Zeichen (Alias) ist eine Funktion auf Ebene des Funkgeräts.

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CLIR (Calling Line Identification Restriction)  

Nichtidentifizierung des Anrufers, sofern dieser es wünscht.

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Talking Party Identification   

Die Identifikation des Sprechenden (Abonnentennummer oder Alias) bei einem Gruppenruf erscheint auf dem Display der betreffenden Kommunikationsempfänger.

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Anruf zu einem anderen öffentlichen Mobilfunknetz oder Festnetz (GSM oder PSTN)    

Kommunikation eines ASTRID-Abonnenten mit einem Anschlussinhaber eines externen Telefonnetzes (Mobilfunknetz oder Festnetz). Diese Kommunikationsmöglichkeit hängt jedoch von den Zugriffsrechten des Benutzers ab.

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Anruf im Duplex    

Jeder Kommunikationspartner kann gleichzeitig sprechen und hören. Es muss also nicht erst die Taste "push-to-talk" gedrückt werden.

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Gruppenruf   

Sprachkommunikation zwischen mehreren ASTRID-Abonnenten innerhalb programmierter Gesprächsgruppen. Ein Gruppenruf kann auf einfache Betätigung der Taste "push-to-talk" hergestellt werden, und zwar in weniger als einer halben Sekunde. Die Gesprächsgruppen (Mitglieder und Zugriffsrechte) werden bei Unterzeichnung des Abonnements festgelegt.

 

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Gruppenruf - Verspätete Einschaltung  

Wenn ein Abonnent eine Weile nicht erreichbar war und sich wieder zurückmeldet, empfängt er sofort die laufenden Kommunikationen, die für ihn bestimmt sind. Ein Benutzer ist unerreichbar, wenn er beispielsweise das Funkgerät ausgeschaltet hat oder sich außerhalb des Deckungsbereichs befindet oder wenn eine andere Gruppe angewählt wurde. Diese Funktion kann pro Gesprächsgruppe aktiviert werden.

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Gruppenruf - Dynamische Gruppenzusammenstellung (DGNA)  

Mit Hilfe dieser Funktion kann der Funkdienstleiter die Gruppenzusammenstellung per Funk einprogrammieren, wobei die Benutzer sofort die Bestätigung der neuen Zusammenstellung ihrer Gruppe empfangen.

Die dynamische Gruppenzusammenstellung ("Dynamic Group Number Assignment", abgekürzt DGNA) ist aber nur operationell, wenn sie auch von dem Endgerät unterstützt wird. Die dynamische Gruppenzusammenstellung erfolgt von einem Dispatching-Terminal aus.

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Gruppenruf - Scanning  

Wenn diese Funktion an einem hierfür vorgesehenen Endgerät aktiviert wird, können die Kommunikationen mehrerer Gesprächsgruppen abgehört werden. Der Benutzer wählt die abzuhörenden (zu "scannenden") Gruppen, indem er ihnen Prioritäten zuteilt und damit eine Rangordnung schafft, die bei gleichzeitig stattfindenden Kommunikationen zwischen mehreren Gruppen notwendig ist. Der Benutzer hört dann jeweils die Kommunikation der Gruppe mit der höchsten Priorität. Diese Funktion kann pro Gesprächsgruppe aktiviert werden.

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Gruppenruf - Broadcast  

Mit dieser Funktion können von einem "Radio Dispatch", einem "Dispatch/D" oder einer provinzialen Meldezentrale aus mehrere Gesprächsgruppen angerufen werden.

Bei den Radio-Dispatches und Dispatch/D handelt es sich um die unter der Rubrik "LCT-Endgeräte" beschriebenen Dispatching-Terminals.

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Notruf   

Der Benutzer eines TETRA-Funkgerätes kann einen Notruf aussenden. Ein Notruf besitzt im gesamten Netz oberste Priorität und kann an eine Gruppe oder ein einzelnes Endgerät, im Allgemeinen aber an einen Funkdienstleiter gesendet werden. Der Notruf wird dem Funkdienstleiter optisch und akustisch angezeigt, um seine Aufmerksamkeit auf diesen Ruf zu lenken. Wenn
 
ein Funkdienstleiter einen Notruf empfängt, kann er das Endgerät zudem auf ständiges Senden schalten und dabei die Umgebungsgeräusche der rufenden Person empfangen, ohne dass diese ihr Gerät in irgendeiner Weise bedienen muss (die Betätigung der Taste "push-to-talk" ist also in diesem Fall überflüssig).

 

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